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Ein Traum.
Eine weietre Comission. Hat sehr viel Spaß gemacht, diese zu zeichnen. Ich liebe die Stimmung. :D
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Die Liebe zu meiner Arbeit



Ein Bericht von Dr. Viktor Frankenstein



Ich erinnere mich noch genau an die Stunden, als ich als kleiner Bube in der Nähe von Genf mit meiner Familie residierte. Wir waren arm. Unser tägliches Brot hing von dem wenigen Mitleid ab, das uns ab und an von der Gnade der wenigen Reichen nährte. Sie flanierten die Straßen auf und ab, in denen wir an dem steinigen Gemäuer hockten, so dass sie das Klagen meiner werten Mutter und den Schrei ihres hungrigen Kindes vernahmen. Es waren erbärmliche Zeiten, gezeichnet von den Lasten, die ein Leben auf der Straße mit sich brachte. Ich war stets ein genügsames Kind, das nicht viel brauchte. Nur eines erwärmte mein von der Kälte durchgefrorenes Herz, und das war der unstillbare Durst nach Wissen. Wissen. Die Stunden, in denen ich den erbärmlichsten Kreaturen unter den Menschen lauschte, die dort mit uns in der Gasse sich am Feuer der Mittellosigkeit wärmten, waren lehrreich. Moral, Sitte – solcherlei Luxus gibt es nicht in der Welt der Armut. Aber sie kannten Geschichten und manch einer besaß nützliche Erkenntnisse.
Sie erzählten von Ungerechtigkeit, von Schicksal und Ohnmacht gegenüber einer Welt, die Hoffnung und Erwartung tilgte. Und ich spürte die Wut und den Zorn auf ihren Zungen, die sich wie reißende Bestien irgendwann lösen würden. Ich lauschte. Und Mitgefühl weitete sich in mir für die Unverstandenen und noch immer zeugen meine Erinnerungen von der undurchdringlichen Bitterkeit. In dieser Zeit prägte sich eine Erinnerung ganz bedeutsam, die sich rückblickend als jene äußert, die meinem Leben und meiner Arbeit Leidenschaft einhauchte.

Es war ein kalter Mittwochmorgen im Herbst und wir waren noch vor Sonnenaufgang wach geworden, weil unser Magen uns quälte. Ich hockte neben einem Freund, der mir die Nacht über einen Schluck feurigen Wassers gab, damit der zerrende Herbstwind mein Innerstes nicht verkühlte. Und der Strom und die Ekstase lagen noch auf meinen Lippen, die ich mit meinen Fingern betastete, um die Wärme aufzuspüren, die tief unter dem Fleisch pochte. Es schien mir, wie viele dieser Tage, ein Traum zu sein und ich musste nur aufwachen, um in einem Bett zu liegen und den Bart meines Vaters zu sehen, der mich ermahnte, endlich zu erwachen. Aber der Albtraum kroch weiter über die Haut und die trüben Augen meiner Eltern und die bekümmerte Sorge in ihnen verrieten mir, dass es alles war, nur kein Traum. Ekstase. Ein Kind, das betrunken ist, um nicht zu erfrieren. In den Augen eines Kindes kriecht die Zeit so langsam dahin, und erst wenn alle Knochen ausgewachsen sind und unser Fleisch zu welken beginnt, ist die Zeit es, die uns ins kalte Grab zieht.

Der Freund horchte auf, als man eine Frau an den Händen zu uns in den Hinterhof zog. Einer der Männer schlug nach ihr, weil sie sich wehrte, und ich schreckte auf. Der Mann griff ihre langen
Haare, die mit dem Schmutz und Unrat der Straßen getränkt waren, und eine Traube von Menschen eilte ihr hinterher. Sie alle schimpften und fluchten mit Worten, die ich damals nicht verstand und deren barbarischer Inhalt einer jeden Seele schreckliche Wunden zufügt. Ich erhob mich und griff die Hand meiner Mutter. Sie zitterte. Sie tröstete mich und drückte mich an ihre Hüften und meine Augen schlossen sich. Die Wut wallte durch diesen kleinen Hof, in dessen Mitte ein alter, knorriger,  knochiger Baum stand. Sie zerrten und die Frau wehrte sich. Die Leute begannen, mit Schmutz und Dreck zu werfen. Ich schwieg. Ich fürchtete mich. Nicht vor der Frau, sondern vor der Wut des Mobs. Wie Tiere krochen sie um die Frau herum und einer legte einen langen Strick um den stämmigsten Ast des Baumes. Eine Art der Trance überkam mich. Ich fühlte mich hilflos in all dieser Lebendigkeit und die animalischen Kreaturen, die einst einmal wohl Menschen gewesen waren, schienen mir nun wie die Teufel selbst.
Einer der Männer stieg auf eine Kiste und röchelte vor Zorn schnaubend der tollen Masse Parolen zu. Er sprach von einem Exempel und der Sünde, die nun den Schoß der jungen Frau befleckte. Ich lallte im Rausch des Alkohols meiner Mutter fragend zu, was er damit meinen würde, aber meine Mutter verdeckte meine Augen und wandte sich mit mir und meinem Vater ab. Auch ihre Seelen schienen dieser Situation nicht habhaft zu werden, anders als all diese, die sich tobend und in ihrer selbstgemachten Gerechtigkeit wie falsche Götter erhoben. Wir verließen diesen Hof und ich sah den Freund dort stehen, wie auch er nicht seine Blicke von dem schwächlichen Leib der Frau abwenden konnte.

In diesem Moment, als einer der Männer ihr einen Strick um den Hals legte, sah ich in ihre traurigen Augen. Sie hatte ein schönes Gesicht, volle Lippen und die sanften Augen einer Maria, und doch spiegelte sich im morgendlichen Schein die Schuld in ihrer Iris wider. Unsere Seele berührten sich aneinander und ich glaubte in dem Moment, das Elend zu spüren, dem sie hier ausgesetzt war. Ich glaube nicht, dass es ihr etwas ausmachte zu sterben. Nein, sie hatte abgeschlossen. Doch ihr Stolz und die Aristokratie in ihrem Blut verbaten es ihr, hier die Niedergang des Lebens zu akzeptieren. Sie weinte. Leere Tränen, ohne auch nur die Lippen zu bewegen, die sich still und voll wie die der Ceres über die Natur der Kreaturen vor ihr erhoben. Mein Kinn senkte sich und ich nickte ihr zu.

Wir verließen den Hof und die Predigt des Mannes hallte durch die Gassen zu uns. Sie würde durch den Tod und durch diese Schmerzen erneut Reinheit finden und das Herz unter ihrem Busen würde in Demut schweigen, um in ätherischer Seligkeit die Gebete zu sprechen, um dort im Himmel für uns zu beten, ermahnte er die Menschen. Sie schrie nicht. Ich weinte nicht. Wir empfanden beide nichts – nichts außer das erbärmliche Mitleid und die Neugier, was dann kommen mochte.



Ich kehrte am Abend zurück. Dort hing sie noch immer. Und ich suchte mit meinem verängstigten Blick nach den verschollenen Augen, die unter den Lidern ruhen mochten. Aber ich sah, dass man ihr einen Sack über den Kopf gezogen hatte. So sehr ich mich auch schämte, das Herz des Wissensdurstes sehnte sich danach zu schauen, ob sie nun gar wirklich rein und ohne Sünde war. Meine Füße setzten Schritt um Schritt auf sie zu und der kalte Herbstwind strich über unser beider Körper und bewegte sowohl mich als auch sie. So schaukelte der schmale Leib an dem Ast hin und her. Ihr Körper sah aus, als würde er schweben und der Wind sei die zauberhafte Resonanz ihrer Flügel. Ob sie nun auch für meine sterbliche Seele betete? Außer mir war nun niemand mehr hier. Man ließ sie einfach so zurück. Ob sie Angst im Himmel fühlt, fragte ich mich. Zweifelnd legte ich meinen Kopf schief und beobachtete, dass einer der Schuhe, die sie trug, verrutscht war. Sie war allein und ihr fehlte ein Schuh. Meine Schritte brachten mich voran. Dann stand ich vor ihr.

Meine Finger griffen nach dem Schuh. Es war ein schöner Schuh. Man ließ ihr die Schuhe, das war wohl das Geschenk der Menschen. Die kleinen Finger griffen die Spitze des Schuhs und setzten diesen an ihren Zehen an und hakten ihn dann hinter der Ferse ein. Ich spürte die kalte, starre Haut des Mädchens. Fühlte sich so Reinheit an? War das die Erlösung? Und in diesem Moment schien mir das Wesen dort am Baum exzentrisch und außerhalb all der Ordnung zwischen den Gemäuern und Gassen zu sein. Sie thronte dort, gebunden an den Ast, der ihre Seele vom Körper getrennt hatte. Nun war sie wie die Duftessenz einer Rose für ein Parfüm destilliert. Ich atmete tief ein. Neben dem Dunst des Drecks und allerlei menschlichem Gestank machte sich ein bitterlich süßer Geruch breit.

Ich pflückte sie wie einen Apfel von einem Baum, als ich mit meinem Messer das dicke Seil durchschnitt. Sie schwebte zu Boden und lag dort auf der dunklen Erde, die gesäumt von den Spuren ihrer Mörder war. Sie war nun unschuldig und niemand konnte ihr mehr das Recht absprechen, sich von dem schrecklichen Baum und seiner Bedeutung zu lösen. Vielleicht würde sie nun wieder wach werden. Vielleicht stieg mit dem Nebel, den der Mond in dieser Nacht herbeirief, auch ihre Seele wieder herab. Aber sie lag dort und war weiter unbewegt, auch als ich versuchte, sie mit sanften Worten zu wecken, so wie es meine Mutter tat. Meine Finger streiften an ihrer Schulter entlang und schüttelten sie vorsichtig, als mein Mund immer wieder fragte, warum sie denn nun nicht mehr hier sein wollte. Es machte mir Angst, sie zu berühren. Ich empfand Scham, aber es hatte für mich auch einen ganz eigenen Reiz. Und so schlich in dem Moment der Furcht auch eine Art euphorisches, revolutionäres Denken in mir ein: Wenn der Körper nicht mehr der ihre war, er befreit war und die Seele extrahiert im Himmel weilte, war der Körper denn nicht gar frei oder wem gehört er dann? Würde sie wollen, dass er hier so lose liegt und so unverbraucht unter die Erde kam? Sie war doch noch jung. Vielleicht gab es einen Geist unter den Geistern, die uns Kinder heimsuchten und für nächtlichen Terror in den Kinderstuben sorgten, der diesen Leib nun sein eigenen nennen mochte? Doch was tun? Und wie?

Meine Finger wanderten über die Kontur der Schulter, über ihre vom zerrissenen Stoff bedeckten Brüste. Es gab nichts mehr, was den Stoff mit einem Zweck erfüllt - keine Wärme mehr, die er einfing. Er bedeckte nur  das blasse Fleisch, das nun jedoch frei von Sünde und von der Anklage der Gläubiger war.
Meine Finger strichen runter zum Bauch und mich überkam der Drang. Ich zog den Rock hoch und fasste ihr in die Scham. Hier war es kalt, aber das Fleisch war weich. Als ich meine Hand hob, klebten Unrat und Blut an ihr. Ob sie mich sah? Ob es falsch war? Ich spürte dort Wunden und einige wohl klaffende Narben. Ich betrachtete die Schenkel, als Daumen und Mittelfinger das Kleid lüfteten. War sie krank, als Leib und Seele noch eines gewesen waren? Zwischen den Beinen trocknete das Blut an, als hätte sie dort in der vorherigen Nacht Schlimmes ertragen? Ich zog den Rock nieder, hinunter bis zu den Schenkeln. Und meine zitternde, schmutzige Hand legte sich auf den Stoff des Bauchs, verharrte dort und hinterließ einen Abdruck.

Dann verließ ich diesen Ort. Mir war schlecht und gar seltsam und in meinen Bauch zog sich etwas rauf und runter. Es war ein Gefühl, als hätte ich ein schreckliches Geheimnis gefunden. Nicht eines, das ihr gehörte. Auch nicht eines, das nur meines war. Etwas anderes. Etwas, das was nur zwischen ihr und mir war. In diesem Moment wusste ich nicht, was es für ein Begehren war, das dort in der herbstlichen Nacht irgendwo im Vorort von Genf in mir ins Leben gerufen worden war.

Und noch heute, wenn die Stürme brausen und ich in solch düsteren Nächten den Himmel vergebens um Leben beschwöre, damit er meiner Arbeit die Seele schenkt, bette ich mich mit den Gedanken an dieses Mädchen und ihren wundervollen, reinen Körper. Oh, wie will ich ihn bei mir wissen und ihn mit meiner Wärme und meinem Leben füllen!
Die Liebe zu meiner Arbeit
Diese Geschichte ist die Inspiration eines Gespräches. Ich finde den Doktor sehr interessant und fragte mich schon immer, welche Motive jemanden in solche Sphären treiben könnten. "Muahaha ich bin so böse" reicht mir nicht.
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Comission Ite and Vala by Laurenas
Comission Ite and Vala
Wunderhübsches Paar :D Hat sehr viel Spaß gemacht, die beiden zu zeichnen.
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Daniru by Laurenas
Daniru
Hope you like the little gnomelady. Left a comment here, thatwould be awesome. 
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Judas - Binding of Isaac Rebirth by Laurenas
Judas - Binding of Isaac Rebirth
And said unto them, What will ye give me, and I will deliver him unto you? And they covenanted with him for thirty pieces of silver.
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Laurenas
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Hey, I´m Laurenas. I´m 24 Years old =) I come from germany and i paint sience i was a little child. I simply love it. I speak bad english and excuse me, if you do not understand something. But so long, I hope you enjoy my work =) Thank you for watching!
Welcome to my DeviantArt! I hope you enjoy my stuff and I'd be very happy to receive some comments.

After a long time of practice, I'm finally open for commissions! I draw whatever you wish with very few exceptions:

- no hardcore porn
- no cities
- no World War stuff (such as tanks, machine guns and soldiers)

How does it work?

First of all, you have to send me a description (English or German), which includes your character's race, sex, age, height, appearance and personality. What does he or she look like in your imagination? The more information I get, the better the result will be!
When I start to do your commission, I send you a rough sketch to show you the picture composition I have in mind. I will only ask you to pay for your order after it meets your requirements. Please note that I won't make any more major changes from this point on - you get what you paid for.
As soon as the sketch is finalized, you can have a look at it and request minor changes if necessary. I then colorize the picture according to your wishes. Please think carefully when choosing the colors. Subsequent corrections are always possible, but time-consuming once an artwork is almost completed. Therefore, I have to charge extra for them.

Prices:

15 € - completed sketch
20 € - symbols (such as tribal tattoos)
25 € - simple Chibi
30 € - simple portrait
35 € - detailed portrait
40 € - full body picture, blazon or complex Chibi

[+ another 50 % of the base price for each additional character or an especially complex background]

In case you have any further questions, please feel free to ask. I don't bite ... at least not very hard!

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Comments


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:iconkedori:
Kedori Featured By Owner Jun 3, 2015  Hobbyist General Artist
Thanks for adding "Fetal Forest" to your favourites.  I am glad that you like it as much as I do.
Reply
:iconlaurenas:
Laurenas Featured By Owner Jun 4, 2015
You are welcome!
Reply
:iconphantagrafie:
Phantagrafie Featured By Owner Apr 30, 2014  Professional General Artist
Vielen Dank fürs Sternchen! :)
Reply
:iconknuddelmotti:
knuddelmotti Featured By Owner Jan 1, 2014  Hobbyist Photographer
Free Birthday Icon happy DA B-day :3 
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:iconphantagrafie:
Phantagrafie Featured By Owner Jan 21, 2013  Professional General Artist
Danke fürs Sternchen! :)
Reply
:iconhadesdiossupremo:
HadesDiosSupremo Featured By Owner Jan 1, 2013
Hey! Happy B-Day, I hope you have an amazing day :aww: Here you have a llama :llama: :D

And Happy New Year :aww:
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:iconlaurenas:
Laurenas Featured By Owner Jan 1, 2013
Thank you
Reply
:iconhadesdiossupremo:
HadesDiosSupremo Featured By Owner Jan 1, 2013
You're very welcome :D!
Reply
:iconlaurenas:
Laurenas Featured By Owner Jan 1, 2013
Thank you :D
Reply
:iconhadesdiossupremo:
HadesDiosSupremo Featured By Owner Jan 1, 2013
You're very welcome :aww:
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